Ich hab gesehen, zu was Menschen fähig sind,
habe gesehen, wie weit sie gehen können,
welche Grausamkeit hinter den Gesichtern ruht
und welche Wärme und zeitgleich Verschlossenheit
den Meisten innewohnt.
Ich war da und sah noch viel,
etwas, das nicht in diese Zeilen passt.
Während die Menschheit schlief,
war ich hellwach.
Ich bin die zwei Seiten des lachenden Gesichts,
die eine siehst du, die andere nicht.
Ich Wandel zwischen Humor und Wahnsinn
schwanke auf dem schmalen Grad,
ob ich verlier' oder gewinn',
davon hängt mein Leben ab.
Auch wenn ich nicht so aussehe,
soviel kann ich verraten,
ich bin nicht was ich bin,
ich bin der -
Harlekin.
Ab hier schreibt nun ein anderer. Paperman setzt eine neue Maske auf. Hiermit stelle ich mich vor, der Jester (zu deutsch: Tor). Ich habe lange über eine neue Figur nachgedacht, so sind Paperman und der Spiegelschreiber doch nur weiterhin fiktiv, gegeben hat es die beiden noch nie. Vielleicht wird das hier auch zu einem Kunstprojekt ausgebaut, wer weiß, Ideen hätte ich schon. Aber nun gut, man wird sehen.
Was dieser Text soll? Ich bin Beobachter, bin der, der schweigend steht, während alle Welt sich dreht. Allerdings habe ich aufgehört den Finger zu heben und Moralapostel zu spielen. Hat es keinen Sinn, ich bleib lieber, wer ich bin.
Throhnt über euch,
hoch oben,
auf seinen Knien,
der Harlekin.
"Ich bin Beobachter, bin der, der schweigend steht, während alle Welt sich dreht. Allerdings habe ich aufgehört den Finger zu heben und Moralapostel zu spielen. Hat es keinen Sinn, ich bleib lieber, wer ich bin."
AntwortenLöschenWir haben etwas gemeinsam, eine Stellung, eine Position, von der die Welt sich weiter dreht und das Gefühl existiert garnicht in ihr zu verweilen, von ihr ausgeschlossen zu sein.
Wir können nicht belehren, sind die Menschen taub geworden, haben verlernt aufeinander zu hören und folgen den eingetrichterten Befehlen der Gesellschaft.
Bleibe wer du bist, still, schweigend, schwebend über der unendlichen Auswahl quälender Wege. Denn am Ende bist du damit garnicht so alleine wie du glaubst.
Eine Welt gibt es nicht. Es gibt nur Parallelwelten, jeder von uns. Individualismen, die nebeneinanderstehen. Biotope, die sich gegenseitig kaum berühren. Letzten Endes lebt jeder in der eigenen Welt, in seinen eigenen Schutzmauern, und es bleibt nur wenigen vorbehalten, mit weit offenen Augen zu sehen. Ich nehme mir nicht das Recht heraus, zu sagen, ich sei einer davon, aber meine derzeitige Sicht der Dinge ist fast auf diese Einstellung beschränkt. Leider. Sag mir? Haben wir den Glauben verloren? Den Glauben daran, es müsse mehr sein, es gäbe vielleicht mehr? Und was muss einem Menschen passieren, damit er so denkt?
LöschenAm Ende, bleibt nichts. Nur die Erinnerung. Und hoffentlich wartet auf mich am Ende meiner Suche der Mensch, den ich mir an diese Stelle wünsche. Vielleicht geht diese Person auch an meiner Seite, jetzt schon, daran, gebe ich die Hoffnung nicht auf. Auch nicht den Glauben.